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Die Methode der Graphologen
Die Aufnahme des graphischen Tatbestandes einer Schrift bis zur Formulierung des Gutachtens vollzieht sich in mehreren Stufen:
1. Ermittlung der Eindruckscharaktere einer Schrift (ohne Wertung) nach dem
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- Bewegungsbild: |
z. B. impulsiv, kraftvoll, fahrig, dynamisch, gestört... |
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- Formbild: |
z. B. bizarr, originell, aufgeblasen, rund, stilisiert... |
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- Raumbild: |
z. B. weitmaschig, zerrissen, verworren, klar... |
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- Strichbild: |
z. B. farbig, warm, trocken, kräftig, plastisch... |
2. Ermittlung von Ganzheitsmerkmalen einer Schrift:
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- Verhältnis von Bewegung und Formung |
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- Versteifungsgrad (Spannung einer Schrift) |
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- Rhythmus |
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- Eigenartsgrad |
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- Einheitlichkeit |
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3. Erfassung von 20 Einzelmerkmalen, die teils meßbar, schätzbar oder beschreibbar sind. Die Schrift kann sein:
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langsam |
oder |
eilig |
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unverbunden |
oder |
verbunden |
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klein |
oder |
groß |
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mager |
oder |
voll |
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usw. |
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4. Zuordnung des Schreibers zu Persönlichkeitstheorien. In der Regel werden
psychodynamische oder philosophisch-phänomenologische Ansätze verfolgt.
5. Ausdeutung der Schriftmerkmale und Synthese im Gutachten.
Ein graphologisches Gutachten ist stets das Ergebnis sorgfältiger psychodiagnostischer Überlegungen und der persönlichen Begegnung mit einem Menschen über seine Schrift.
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© Berufsverband geprüfter Graphologen/Psychologen e.V.
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