Hat sich die Graphologie bewährt? Hans Huber Bern und Stuttgart 1957

114 graphologische Gutachten, die am Institut für Psychologie an der Universität Freiburg entstanden waren, wurden mit den Ergebnissen betrieblicher Beurteiler in einem Beurteilungsbogen mit 18 Fragen und 6stufigen Skalen verglichen. Die betrieblichen Beurteiler kannten den jeweiligen Mitarbeiter aus einem längeren Beobachtungszeitraum. Anhand einer Kontrollgruppe wurde die Korrelation der Betriebsurteile untereinander geprüft. Die Beurteilungen verschiedener Betriebspraktiker über ein und denselben Angestellten zeigten eine 79prozentige Übereinstimmung, womit die Brauchbarkeit des Fragebogens nachgewiesen war.

Ergebnisse Frage Nr. Korr.Koeff. sehr signifikant r > 0,28 5 Persönliches Format 0,30
7 Intellektuelle Fähigk. 0,29
17 Eignung z. Vorgesetzten 0,25
signifikant r > 0,24 4 Lebensreife 0,23
18 Eignungsgrad insgesamt 0,23
9 Prakt. Fähigkeiten 0,21
schwach signifikant r > 0,18 16 Verhalten zu Kollegen 0,20
11 Verhandlungsgeschick 0,17
Tendenzergebnis r > 0,15 8 Gedächtnis 0,12

Die Auswertung von 114 Fällen ergab rund 75 % übereinstimmende Urteile zwischen Betrieb und Graphologie. Der prognostische Wert des graphologischen Gutachtens bei der Neueinstellung von Mitarbeitern bezieht sich vor allem auf die ganzheitlichen Aspekte der Persönlichkeit.

(Diese methodisch sehr sorgfältige Studie ist immer noch antiquarisch im Internet zu finden.)