“In der Sache fühle ich mich durch die Kennzeichnung ‘Intuition’ ziemlich gut getroffen. Ich habe häufig das Gefühl, den wichtigen Kern einer Sache schnell und in gestalthafter Weise vor Augen zu haben. Das Analytische kommt später. …
Die Tendenz der Charakterisierungen geht auf eine (zu) hoch entwickelte rationale und strategische Kontrolle der Gefühlswelt. Ja, das stimmt. Aber mir ist nicht klar, was mit vitalen Kräften genau gemeint ist. …
Selbstwertgefühl: Hier wird ein entscheidender Punkt getroffen. Ich habe ein völlig schwankendes Selbstwertgefühl.
Emotionale Herbheit. Ja, leider.”

Ruth Grosse: Persönlichkeitsgutachten für Professor der Philosophie, 41 Jahre, in: Angewandte Graphologie und Persönlichkeitsdiagnostik, (41. Jg.) S. 36 – 40.

“Sensationell. Ich hätte nie geglaubt, daß die Schrift einen so treffend zu analysieren vermag. Ich bin mit dem erstellten Gutachten sehr einverstanden. Die Arbeit von Frau Dosch ist erstaunlich. Kennt sie mich? Erfreulich ist auch, daß sie mich nicht bloß als Fußballer beschrieb.”

“Ich bin überrascht, wie treffend mich Frau Esther Dosch begutachtet hat. Ich mußte staunen, als ich dabei meinen Einsatz und meine Vergangenheit überdachte. Auch stimmt es, daß ich oft keine Geduld habe abzuwarten, bis etwas gereift ist.”

“Chapeau! Mit dem Spiegel, den dieses Gutachten mir vorhält, läßt sich leben. Allerdings habe ich noch nie geglaubt, Schrift sei nicht ein Spiegel der Innenwelt des Schreibenden: Zeige mir, wie Du schreibst, und ich sage dir, wer Du bist.”

“Da kann man das Schreiben lange als Spiel mit Masken betreiben – zeigt man Handschrift, zeigt man Gesicht. Ob’s freilich das wahre ist? Dennoch: Chapeau, Frau Dosch. In der Tat fühle ich mich ab und zu groß wie eine Maus und gleich darauf klein mit ein Leuchtturm, welcher tröstlich blinkt am Rande meines Meeres, das Platz in einem Weinglas findet …”

Obersee Nachrichten 23.8.1990